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März 2018

Newsletter März 2018

By Newsletter No Comments

Tune In, SCHØN und Herzliches!

Dieser allgemeine Newsletter erreicht dich mit Frühlingshaftem im Gepäck! Er soll dich inspirieren und motivieren.

Zur Info: Für unsere Mitglieder haben wir mittlerweile einen separaten Newsletter entwickelt, der ca. 4x pro Jahr erscheint und als Goodie spezifische und aktuelle Ausschreibungen enthält.


Ausschreibungen

Derzeit findest du viele neue Ausschreibungen auf unserer Website mit inspirierenden Projekten an spannenden Orten, zum Mit-Tun und Eingeben.

Ausschreibungen


SCHØN – eine Konferenz die das Schöne künstlerisch und theologisch auf höchstem Niveau thematisiert.
14. – 17. Juni 2018 in Augsburg (D).

Die SCHØN ist eine Konferenz für alle, die Schönheit lieben: für Kunstfreunde, für Kreative und solche, die es noch werden wollen, für Künstler und Nachdenker. Für alle, die es interessiert, wohin sich die Gesellschaft entwickelt oder für solche, die Musik, Film, Architektur, Tanz, Design, Photographie, Theater oder Literatur schätzen, die nach dem Mehr fragen. Was bedeutet “schön”?

Video SCHØN

Als ARTS+ werden wir mit einem Stand vertreten sein und haben das Mandat für die Bühne “Performing Arts” übernommen. Sehen wir dich an dieser einmaligen Konferenz?

schoenkonferenz.de


 Kennst du das TUNE IN?
Jede Woche neu bei ARTS+

Dein Glaubens- und Kunstleben kannst du auch über unsere Website vertiefen! Beat Rink schreibt wöchentlich ein neues TUNE IN. Diese zu lesen lohnt sich. Scharfsinnig analysiert und kombiniert er die kreative und die geistliche Welt.

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Autor:
Beat Rink studierte Germanistik, Geschichte und Theologie. Seine Haupttätigkeit gilt der, von ihm und seiner Frau Airi 1985 gegründeten internationalen christlichen Musiker- und Künstlerarbeit Crescendo. Weiter ist er Beauftragter für Künstlerseelsorge der evang.-ref. Kirche Basel-Stadt und Projektleiter der «Nacht des Glaubens» in Basel. 

TUNE IN auf ARTS+


Willkommen unseren neuen Mitgliedern!

Seit Januar 2018 durften wir sieben neue Mitglieder bei ARTS+ begrüssen. Inés Mantel (Malerei, Skulptur), Natascha Schmid-Berger (Kunsthandwerk, Skulpturen aus Silber), Roland Suter (Objekte, Assemblagen = Sinn-Bilder), Gerda Findeisen (Gesang, Oper), Eric Admiral-Wehrlin (Seminare, Theater), Toby Meyer (Musiker), Christian und Beni Hunziker («Bruderboot», Theater).

ARTS+ Mitgliedschaft
Zur Info: Ein Listing ist keine Mitgliedschaft sondern bedeutet lediglich, dass du mit deinem Namen auf der Künstlerliste aufgeführt bist.


Vorstellung: Toby Meyer

Er führt seine eigene Lebensgeschichte in Form eines Konzerts auf.
«Mini Gschicht mit Gott»
Als Kind lebte Toby Meyer lange Zeit eingekapselt und fühlte sich unerwünscht. Seine Konzerte sollen eine warme Umarmung fürs Publikum sein:

Konzerte


Veranstaltungen

Vieles ist in Bewegung, Ausstellungen spriessen und die künstlerischen Auseinandersetzungen vertiefen sich. Wir sagen: Gfroit!

Herzliche Grüsse vom Runden Tisch ARTS+.
Regula und Astrid

und das ARTS+ Leitungsteam:
Beat Rink, Samuel Scherrer, Adrian Furrer, Timo Schuster, Astrid Künzler, Matthias Spiess, Jean-Daniel von Lerber, Martin Jufer

“Framed by God” Thoughts on an image on Psalm 139 / „Umrahmt von Gott“ Eine Bildbetrachtung zu Psalm 139

By Tune In No Comments

ENGLISH

The artist Anita Sieber has created a series of Psalm images. She exhibited some of them on 11th March, 2018, in the “Creative Church” in Basel. The sermon reflected on them. Here are some (shortened) thoughts on Psalm 139.

“You know when I sit and when I arise; you perceive my thoughts from afar. You discern my going out and my lying down; you are familiar with all my ways. There is not a word on my tongue, oh Lord, that you do not know completely. You surround me on all sides and hold your hand over me.”

When one looks at the Psalm Panel “139” by Anita Sieber, there is not in fact a lot to see. The picture has been kept very simple, but, with dimensions of 80 x 80 cm, develops great intensity. The main object is a rectangle which truly is surrounded on all sides. What did the artist want to say with that? We do not know, but we can guess that she wanted to show how man is framed by God. The image of God has a frame. Just as Paul likewise says, the believer is IN Christ.

The frame goes around the entire picture. God surrounds us on all sides, including our weakest and the worst sides. Nor does this frame fall apart as soon as we make a mistake.
Is this frame threatening? Not everyone wants to be surrounded by God. God cannot have good intentions with us. The hand which hovers over us could clench into a fist.

But the frame is red, like love. And red like the wine that we drink in communion. Red like the blood poured out on the cross.
Does this frame confine us? Every frame sets a boundary. But every good frame also liberates. This is what one experiences, for example, in a happy relationship: although there are mutual obligations, we experience love, encouragement, joy and strength. It is true that one might wish to flee sometimes, if things do not go according to one’s wishes (verse 7). But then one discovers, fortunately, that it cannot be done as easily as that. Otherwise we would be left unsupported.

“If I went up to the heavens, you are there; if I made my bed among the dead, you are there too….” (verses 8ff.). Yes, sometimes we feel alone. We are left “in the middle of nowhere” or feeling our way forwards in a dense mist. Or the burden of worry seems to be piling up over our heads. But then we have God’s frame. It brings us back down to earth and puts firm ground under our feet. It does not let us lose our way. And when we are in darkness, it draws us back in the light.

Some things become noticeable when looking at the picture close up: the rectangle (the person?) is not a blank sheet. There is handwriting on it. A page from the Bible has been glued into the middle. The word of God is inscribed in the believer. In this way, we are also supported inwardly. And this is the way that this Psalm supports us internally. It speaks to us – perhaps forming a counterpoint to the state of our lives and feelings at this moment: you are held, you are on firm ground. You are not wandering around lost, nor do you have to remain in darkness. You are a framed image of God, framed by his love.

Text: Beat Rink
Translation: Bill Buchanan
Picture: Anita Sieber Hagenbach, CH-Unterendingen, www.art-asi.ch , Psalm 139 (2015), 80 x 80 cm, mixed techniques.  

PS: In the next two weeks, we are in Africa with a team for projects with musicians (www.music-road-rwanda.de and http://www.crescendosouthafrica.org/en), so the TUNE INs will not appear again regularly until the middle of April.

DEUTSCH

Die Künstlerin Anita Sieber hat eine Reihe von Psalmtafeln gestaltet. Einige davon zeigte sie am 11.März 2018 in der „Kirche kreativ“ in Basel. Die Predigt nahm darauf Bezug. Hier eine (gekürzte) Betrachtung zu Psalm 139.

“Ob ich sitze oder stehe, du weisst es, du verstehst meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder liege, du hast es bemessen, und mit allen meinen Wegen bist du vertraut.
Kein Wort ist auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht ganz und gar kennst. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“

Betrachtet man die Psalmtafel „139“ von Anita Sieber, so sieht man eigentlich nicht viel. Das Bild ist sehr schlicht gehalten, wirkt aber bei einer Grösse von 80 x 80 cm sehr intensiv. Da steht ein Rechteck, das tatsächlich von allen Seiten umgeben ist. Was wollte die Künstlerin damit sagen? Wir wissen es nicht. Wir können aber vermuten, dass sie darstellen wollte: Der Mensch ist umrahmt von Gott. Das Ebenbild Gottes hat einen Rahmen. So wie auch Paulus sagt: Der glaubende Mensch ist IN Christus.

Der Rahmen läuft um das ganze Bild herum. Gott umgibt uns von allen Seiten, auch von der schwächsten, auch von der schlechtesten. Der Rahmen löst sich auch nicht auf, sobald wir einen Fehler machen.

Ist dieser Rahmen bedrohlich? Nicht alle Menschen wünschen, dass Gott sie umgibt. Gott könnte es nicht gut mit uns meinen. Seine über uns schwebende Hand könnte sich zur Faust ballen. Aber der Rahmen ist rot wie die Liebe. Und rot wie der Wein, den wir beim Abendmahl trinken. Rot wie das am Kreuz vergossene Blut.

Ist dieser Rahmen einengend? Jeder Rahmen setzt eine Grenze. Aber jeder gute Rahmen setzt auch frei. Wir erfahren dies zum Beispiel in einer glücklichen Beziehung: Bei aller gegenseitigen Verpflichtung erfahren wir Liebe, Ermutigung, Freude und Kraft. Zwar möchte man manchmal fliehen, wenn es nicht nach dem eigenen Willen geht (Vers 7). Aber dann zeigt sich: So leicht geht das zum Glück nicht. Sonst wären wir haltlos.

„Stiege ich hinauf zum Himmel: Du bist dort, und schlüge ich mein Lager auf im Totenreich, sieh, auch da bist Du….“ (Vers 8ff.). Zwar fühlen wir uns manchmal einsam. Wir hängen „in der Luft“ oder tappen orientierungslos im Nebel. Oder die Last der Sorgen scheint uns zu begraben. Aber da ist der Rahmen Gottes. Er holt uns auf die Erde hinunter und gründet uns. Er lässt uns nicht in die Irre gehen. Und er zieht uns, wenn wir im Dunklen sind, wieder ans Licht.

Das Bild, aus der Nähe betrachtet, lässt erkennen: Das Rechteck (der Mensch) ist kein unbeschriebenes Blatt. Es läuft eine Handschrift darüber. In der Mitte klebt ein Bibelblatt. Das Wort Gottes ist in den glaubenden Menschen eingeschrieben. So sind wir auch von innen gehalten. Und so hält uns auch dieser Psalm von innen her. Er spricht uns zu – vielleicht kontrapunktisch zu unserer jetzigen Lebens- und Gefühlslage: Du bist gehalten, du bist gegründet. Du irrst nicht allein umher und musst auch nicht im Dunkeln bleiben. Du bist ein gerahmtes Ebenbild Gottes, umrahmt von seiner Liebe.

Text: Beat Rink
Bild: Anita Sieber Hagenbach, CH- Unterendingen, www.art-asi.ch , Psalm 139 (2015), 80x 80, Mischtechnik

PS: In den nächsten Wochen sind wir mit einem Team in Afrika zu Musikerprojekten (www.music-road-rwanda.de undhttp://www.crescendosouthafrica.org/en ), weshalb die TUNE INs erst wieder ab Mitte April regelmässig erscheinen.

A modern psalm at the Brit Awards 2018 / Ein moderner Psalm bei den Brit Awards 2018

By Tune In No Comments

ENGLISH

A few days ago, the Brit Award 2018 was given. Astonishingly, the title “best artist” did not go, as expected, to Ed Sheeran, but to the rapper Stormzy (*1993, real name Michael Omari). His debut album “Gang Signs & Prayer” came out in February 2017, and reached number one in the British charts. The album includes a modern psalm, “Blinded by your grace”, which Stormzy also sang at the Brit Awards – and indeed (as announced in the song) with a naked upper body under streams of rain falling from the stage sky.

The content
The rap text (in the middle section) is not easy to understand. It is obviously about the state of mind of the singer – or, better, to use a technical term from literature studies, “the lyrical narrator”. But this “narrator” is not necessarily identical with the “self” of the singer, but can also reflect the state of mind of another person or of a collective. There is talk, however, of applause, of chords, of a producer, the stage and recording. So it is, after all, the world of Stormzy.
The main statement is in the refrain. The “narrator” comes out of the darkness of the storm and feels dazzled, blinded by God’s grace. He was broken and is now healed. In the film clip it becomes clear that this “narrator” is not speaking exclusively about himself, but also invites others to join the singing. The “audience” at pop concerts usually sings along anyway. But here the audience does not stay in the background, but forms a choir. The lines “blinded by your grace/ Lord, I’ve been broken…” become a shared praise of God which leads into a collective “silence before God” before being continued in small groups among the depressing high-rise buildings. The images in the clip presents us with everyday scenes which either correspond directly with the song text (e.g. in their religious imagery) or are interpreted spiritually in the text. It would be good if this modern Psalm could bear further and spreading fruit.

I’m blinded by your grace
Lord, I’ve been broken
Although I’m not worthy
You fixed me, I’m blinded
By your grace
You came and saved me

One time for the Lord
And one time for the cause
And one round of applause
One time for [producer] Fraser T Smith on the chords
I feel we got one [a usable recording?]
I stay prayed up then I get the job done
Yeah I’m Abigail’s child,
but I’m God’s son
But I’m up now, look at what God’s done
Nah, real talk, look at what God did,
On the main stage runnin’ ’round topless
I phone Flipz and I tell him that we got this
This is God’s plan, they can never stop this
Like wait right there, could you stop my verse?
You saved this kid and I’m not your first
It’s not by blood and it’s not by birth
But oh my God what a God I  serve
 
I said a prayer this morning
I prayed I would find the way
To another day, I was so afraid
‘Til you came and saved
You came and saved me
And the rain was pouring
‘Cause the sun faded away
Now I’m in a better place
No longer afraid
Blinded by your grace

Text: Beat Rink
Translation / edition of the lyrics: Bill Buchanan / Joel Wilson

DEUTSCH

Vor ein paar Tagen wurde der Brit Award 2018 verliehen. Als bester Künstler wurde erstaunlicherweise nicht, wie erwartet, Ed Sheeran ausgezeichnet, sondern der Rapper Stormzy (*1993 eigentlicher Name Michael Omari).  Sein Debütalbum “Gang Signs & Prayer” war im Februar 2017 erschienen und hatte Platz 1 der britischen Charts erreicht. Darin findet sich ein moderner Psalm: Blinded by your grace“, den Stormzy auch an den Brit Awards sang, – und zwar (wie im Song angekündigt) mit nacktem Oberkörper unter strömendem, aus dem Bühnenhimmel fallenden Regen.

Zum Inhalt
Der Rap-Text (im Mittelteil) ist nicht einfach zu verstehen. Er handelt offenbar von der Befindlichkeit des Sängers  – oder besser, um es mit einem Fachausdruck aus der Literaturwissenschaft zu sagen: „des lyrischen Ichs“. Denn dieses muss nicht zwingend mit dem „Ich“ des Sängers identisch sein, sondern kann auch die Befindlichkeit eines anderen Menschen oder eines Kollektivs widerspiegeln. Allerdings ist da die Rede von Applaus, von Akkorden, einem Produzenten, der Bühne und einer Aufnahme. Also doch von der Welt des Stormzy.
Die Hauptaussage liegt im Refrain. Das „Ich“ kommt aus der Dunkelheit des Unwetters und sieht sich von der Gnade Gottes geblendet. Es war gebrochen und ist nun geheilt. Im Filmclip wird deutlich, dass dieses „Ich“ nun nicht ausschliesslich sich selbst meint, sondern auch andere einlädt, mitzusingen. Das „Publikum“ bei Popkonzerten singt ohnehin meist mit. Hier bleibt es aber nicht im Hintergrund, sondern bildet einen Chor. Die Zeilen „geblendet durch deine Gnade/“ wird ein gemeinsames Gotteslob, das in eine gemeinsame „Stille vor Gott“ mündet, bevor es sich in den tristen Hochhäusern in kleinem Kreis fortsetzt.
Die Bilder des Clips führen Alltagsszenen vor Augen, die mit dem Gesungenen (z.B. in ihrer religiösen Bildsprache) entweder direkt korrespondieren oder von diesem geistlich interpretiert werden. Es ist zu wünschen, dass dieser moderne Psalm noch weitere Kreise zieht.

Ich bin von deiner Gnade geblendet
Herr, Ich war gebrochen.
Doch, obwohl ich nicht würdig war,
hast Du mich geheilt
Ich bin von Deiner Gnade geblendet
Du kamst und hast mich gerettet …

Einmal für den Herrn
Und einmal für die Sache
Und eine Runde Applaus
Einmal für die Akkorde des [Produzenten] Fraser T Smith
Ich spüre, wir haben eine [Aufnahme?]
Ich bleibe im Gebet, dann klappt’s mit der Aufgabe
Ja, ich bin Abigail’s Kind,
aber Gottes Sohn.
Aber jetzt stehe ich auf,
schaue, was Gott gemacht hat
Aber ehrlich, schau, was Gott gemacht hat.
Auf der Hauptbühne herumrennend, oben ohne,
rufe ich bei Flipz and sage ihm, wir haben das alles bekommen
Das ist Gottes Plan, sie werden das nie aufhalten können
Wie etwa, warte da mal, könntest Du meine Verse anhalten?
Du hast dieses Kind gerettet
und bin nicht Dein erstes
Es ist nicht durch Blut und es ist nicht durch Geburt
Aber, ach mein Gott, welch einem Gott diene ich!      

Ich habe heute morgen ein Gebet gesprochen.
Ich betete, dass ich den Weg zum nächsten Tag finden würde.
Ich war voller Angst, bis Du kamst und mich gerettet hast.
Du kamst mit Deiner Rettung,
und es regnete in Strömen, weil die Sonne verschwunden war.
Nun geht es mir besser.
Ich fürchte mich nicht mehr,
ich bin von Deiner Gnade geblendet.

Text / Übersetzung des Songs: Beat Rink / Bill Buchanan / Joel Wilson