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Dezember 2015

Psalm 96

By Tune In No Comments

Psalm 96 für Piano Solo von Peter Bannister

Singt dem Herrn ein neues Lied! Alle Länder der Erde, singt zur Ehre des Herrn!
Singt für den Herrn und preist seinen Namen, verkündet Tag für Tag, dass er uns Rettung schenkt! Erzählt unter den Nationen von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!
Denn groß ist der Herr, und ihm gebührt das höchste Lob. Ehrfurchtgebietend steht er über allen Göttern. Alle Götter der Völker sind schließlich nur Götzen, aber der Herr ist es, der den Himmel erschaffen hat.
Majestät und Pracht umgeben ihn, Macht und Herrlichkeit erfüllen sein Heiligtum. Erweist dem Herrn Ehre, ihr Völkerstämme! Preist die Herrlichkeit und Macht des Herrn!
Ja, erweist dem Herrn die Ehre, die seinem Namen gebührt. Bringt Opfergaben und kommt in die Vorhöfe seines Heiligtums! Betet den Herrn an in heiligem Festschmuck! Alle Welt soll vor ihm in Ehrfurcht erbeben. Verkündet es den anderen Völkern: »Der Herr ist König!« Fest gegründet ist die Erde, sie wird nicht wanken. Und der Herr wird für alle Völker ein gerechter Richter sein. Der Himmel soll sich freuen, und die Erde soll jubeln, rauschen soll das Meer mit allem, was in ihm lebt.
Die Felder sollen in Jubel ausbrechen mit allem, was auf ihnen wächst! Auch alle Bäume im Wald sollen jauchzen, wenn der Herr kommt! Ja, er kommt, um auf der Erde Gericht zu halten. Er wird die Welt gerecht richten und über alle Völker ein Urteil sprechen, durch das sich seine Wahrhaftigkeit zeigt.

In einer Kirche von Sao Paolo…

Das Bild entstand im Oktober in einer Kirche in Sao Paulo kurz vor dem Beginn des Gottesdienstes, an dem ich musikalisch beteiligt war. Das hohe Geländer der Empore, das keinen Blick in den Gottesdienstraum und auf die Gemeinde, sondern nur auf den Altar zuliess, und das strahlende, überwältigende Licht des mittigen Kronleuchters in der Kirche, in dem Christus als das Licht der Welt illustriert wird, weckten in mir Gedanken an Psalm 96.
Als MusikerInnen, die an Christus glauben und dies – so schwer dies auch sein mag – in unserer Musik mit erklingen lassen wollen, sind wir mit Psalm 96,1-3 aufgefordert…
– dem Herrn ein neues Lied zu singen
– vor der ganzen Erde!
– ihn vor der ganzen Erde mit dieser Musik zu lobpreisen – vor allen, die zuhören!
– seine heilende und heilige Gegenwart zu verkündigen – allen die zuhören!
– seine Herrlichkeit und seine Wundertaten wie wir sie selbst erlebt haben mitzuteilen – allen die zuhören!

Ein „neues Lied“ für den Konzertsaal, das Theater, den Jazz Club…
Diese Aufforderung können wir in den Konzertsaal, ins Theater, in den Jazzclub oder in den Kirchenraum hineinnehmen. Und auch andere Künstler, nicht nur Musiker, können sie für ihr Theaterspielen, Tanzen, Schreiben oder bildnerisches Gestalten in Anspruch nehmen. Und das „Lied“: Unsere Kunst mag alt oder modern sein, sie ist neu im Sinne des Psalmbeters, wenn es lebendig von unserem Glaubenserfahrungen erzählt. Dann wird unser Glaube stetig erneuert und daran erfrischt.
Ist dies vielleicht ein wenig zu hoher Anspruch? Psalm 96.4+5 erinnert uns: Der Gott, an den wir glauben, ist größer als alle anderen Götter. Dafür sollten wir ihn loben, denn aus unserer Ein-Sicht sind alle anderen Götter Götzen, unser Gott aber ist der Schöpfer aller Dinge.

Gott liebt Ästhetik und Wahrhaftigkeit
Gut – aber warum sollten wir dies nun überhaupt mit Musik (und anderer Kunst) vermischen? Psalm 96.6 macht deutlich: Der Gott, an den wir glauben, liebt Ästhetik und Wahrhaftigkeit – “Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Stärke und Herrlichkeit in seinem Heiligtum.” Wir glauben an einen Gott, der seine Schöpfung und das, was daraus immerwährend entsteht, lieben kann. Die Verse Psalm 96,10ff. erinnern daran: Ein so liebender, mit seiner Schöpfung innerlich verbundener Gott ist es wert, daß wir ihn loben – und zwar in allem, was wir für herrlich, prächtig, mächtig und schön halten. Weil wir an ihn glauben, wollen wir auch in dem, was uns so wertvoll ist (z.B. in der Musik, die wir gestalten), genau dieses Moment betonen – vor jedem und jederzeit. Damit tragen wir dazu bei, dass Gott in unserer Welt „gegenwärtiger“ ist und dass seine Gerechtigkeit allen Menschen näher kommt – jetzt und unmittelbar.

Hinter dem Vorhang – und zwischen Weihnacht und Neujahr
Wenn wir hinter dem Vorhang, auf der Empore oder im “Green Room” vor unserem nächsten Auftritt stehen, dann lasst uns ein kurzes Gebet sprechen: „Danke Gott, für all das was Du uns gibst und offenbarst. Hilf uns, dies mit anderen zu teilen und erneuere und erfrische uns.“
Wenn wir hinter dem Vorhang, auf der Empore oder im “Green Room” sind, dann befinden wir uns auch in diesem ganz besonderen Zustand der positiven Spannung, wie er uns zwischen Weihnachten und Neuem Jahr begleitet. Christus ist geboren. Er hat mit seiner Geburt eine Hoffnung geweckt, die für die Hirten, für Maria und Joseph und für die Könige sicherlich unmittelbar fühlbar ist. Und darüber hinaus erwacht ein Gefühl von Erwartungen, von Sehnsucht nach einem Heil und einer Heiligkeit, wie sie es zuvor nie gab. Dies begleitet die Jünger und Nachfolger Christi Zeit seines Lebens, bis zu seiner Kreuzigung und Auferstehung.

Die Gabe des Künstlers, „Hoffnung zu wecken“

Als Künstler, die an Christus glauben, tragen wir dieses Moment des “Hoffnung-Weckens” durch unseren Glauben in uns. Dies mag uns selber so marginal erscheinen – wie ein armes Baby in einem Stall in der Scheune einer Kleinstadt marginal ist. Aber da wir unseren Glauben darauf gründen, wird erfahrbar: Das Licht der Welt scheint auch im Kleinen auf. Und es gibt nichts Wertvolleres, was wir in unsere Musik und Kunst einfließen lassen könnten. Wenn wir das, was Psalm 96 uns nahebringt, mit den uns gegebenen Gaben erwecken, können wir selber erfahren, dass wir uns mitten in einem aktiven und heilenden Prozess wachsenden Glaubens befinden. Ich selber glaube daran, dass wir als Künstler die Gabe tragen, wie es die Jünger auf dem Wege nach Emmaus von einem unerkannten Christus erfahren haben, als sie sagten: “Brannte nicht unser Herz, als er mit uns sprach? (Lukas 24,32) Es entspricht dem, was sich Dietrich Bonhoeffer unter einem “religionslosen Christentum ” vorstellte: Wenn wir es annehmen können, dass Christus als Sohn Gottes in diese Welt gekommen und er uns persönlich präsent und nahe gekommen ist, dann können wir mit unseren Gaben andere Menschen bewegen, anrühren, erinnern, in Staunen und Gottesfurcht versetzen, versöhnen und heilen – und in ihnen dieselbe Hoffnung und dasselbe Licht auf unseren Gott hin wecken, das an Weihnachten erschienen ist.

Gebet:
Guter Gott, ich Danke Dir für Deine Nähe in meinem Leben. Lass mich die Geburt Deines Sohnes Jesus Christus als das Licht der Welt erleben. Lass mich die Quelle meines Lebens in all seinen Facetten feiern und im Neuen Jahr neue Wege damit gehen.

Text: Uwe Steinmetz, Jazzmusiker und Co-Leiter von “Crescendo Jazz”

Ein spezielles Wiegenlied für das Christkind

By Tune In No Comments

Zur Alt-Arie (Nr. 19) im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Ein grossartiger Kantatenzyklus
Neben Georg Friedrich Händels „Messias“ ist es das zur Weihnachtszeit am meisten erklingende Werk klassischer Musik: dieser gewaltige Kantatenzyklus, den der Leipziger Thomaskantor für sechs aufeinanderfolgende Festtage zur Jahreswende 1734/35 komponiert hat, und der als untypisches „Oratorium“ jeden Konzertabend sprengt. Ein Dirigent, will er nicht gleich zwei Abende bestreiten, muss sich demnach für die Kombination einzelner Teile des „Weihnachtsoratoriums“ entscheiden. Zur Auswahl stehen ihm dabei eben sechs Kantaten mit insgesamt 64 Sätzen, bestehend vor allem aus Rezitativen, Chorälen und Arien. Die Kantaten sind weit ausholende Illustrationen und musikalische Andachten zum biblischen Geschehen, denen eine nicht immer leicht verständliche Dichtung zugrunde liegt. Sie geht auf Bachs Zusammenarbeit mit Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) zurück. Picander hatte schon an der „Matthäuspassion“ (1727) mitgewirkt und sich ansonsten als Lustspiel-Verfasser hervorgetan.

Eindringliche musikalische Verkündigung
Worin besteht nun die „Botschaft“, sozusagen das eigene „geistliche Profil“ des „Weihnachtsoratoriums“? Bach will auf eindringliche Weise verkündigen und nicht nur berichten. Immer hat er seine Zuhörer im Blickfeld, das heisst die Gottesdienst-Besucher, die christliche Gemeinde.

Ein besonderes Wiegenlied
Dem Alt kommt meist die Rolle einer Stimme zu, die den heilsgeschichtlichen Zusammenhang beleuchtet, wenn er etwa ankündigt: „Nun wird mein liebster Bräutigam…zum Trost, zum Heil der Erden einmal geboren werden“. In Teil II stimmt er, in die Rolle Marias hineinschlüpfend, ein zartes Wiegenlied an: „Schlafe, mein Liebster, geniesse der Ruh, / Wache nach diesem vor aller Gedeihen! / Labe die Brust, empfinde die Lust, /Wo wir unser Herz erfreuen!“ (aus Teil II, Satz 19) Dieser Satz weist einige Merkmale auf, die für das „Weihnachtsoratorium“ kennzeichnend sind. Gehen wir ihnen deshalb nach:

1. Ein ehemals weltliches Liebeslied…
Bach greift hier auf eine Melodie zurück, die er bereits früher komponiert hatte, – und zwar auf den Text einer weltlichen Liebesarie! Es hiess dort „Schlafe, mein Liebster und pflege der Ruh“. Dies ist innerhalb des „Weihnachtsoratoriums“ keineswegs die einzige Stelle, in der sogenannte „Parodien“ weltlicher Kantatenmusik vorkommen.
Was können wir daraus folgern? Dass Bach unter Zeitdruck stand und deswegen einige alte Melodien aus der Schublade zog? Gut möglich!
Dass er den geistlichen Gehalt des neuen Werks nicht sonderlich ernst nahm? Unmöglich!
Die Änderungen der Parodien belegen nämlich, wie einfühlsam sich der Komponist auf den neuen Text einstellte und diesen nun zur Geltung brachte.
Warum dann also diese Parodien? Zum einen handelte es sich um ein damals nicht unübliches Verfahren (wir kennen es sogar von der modernen Lobpreismusik her); zum anderen wird hier etwas von der geistlichen Freiheit Bachs spürbar: Der Thomaskantor, der nebenher auch für das Zimmermannsche Caféhaus schrieb und dort das „Collegium musicum“ leitete, zog offensichtlich keine (unbiblische!) Trennlinie zwischen „weltlichem“ und „geistlichem“ Lebensbereich, sondern liess beide auch musikalisch ineinander übergehen.

2. Kühne geistliche Dichtung
Aus dem Liebeslied wurde also mit grosser Freiheit eine geistliche Arie gemacht. Diese entfernt sich thematisch recht weit vom Bibelwort und auch von den damaligen Predigttexten zur Weihnachtsgeschichte. Dennoch ist sie theologisch keineswegs abwegig. Was besagt der Text? Maria singt dem Kind das „Geniessen der Ruhe“ zu, bevor es später für das „Gedeihen“ (das Wohl) aller Menschen „wachen“ wird. Im Wechsel von „schlafe“ und „wache“ kommt die Vorliebe barocker Dichtung für das Spiel mit Worten und Bildern zum Zug, die geschickt hin- und hergewendet werden. So heisst es weiter: „Labe die Brust“ statt „die Brust labe dich“. Das Kind labt also die Brust der Glaubenden: es tut ihnen wohl, soll dann aber sogleich wieder „Lust“ empfinden – allerdings nicht über die dargereichte Brust, sondern über unser erfreutes Herz.

3. Treffende musikalische Illustration
Das Lied ist ruhig und mit seinen 264 Takten sehr ausgedehnt. Diese Länge wie sein wiegender Zweiviertel-Takt tragen dem Inhalt wunderbar Rechnung. Dazu kommt die „Sprache“ der Instrumente: Es sind Hirtenflöten und Geigen. Die Flöten werden im „Weihnachtsoratorium“ von den Hirten geblasen; die Geigen kommen aus dem Himmel. In Teil II ist das Gegenüber von Hirten- und Engelsmusik ohnehin ein prägendes musikalisches Motiv. Und sie mischen sich hier! Was heisst das?

4. Ein gemeinsames Wiegenlied
Das Wiegenlied wird von Maria angestimmt und von den Engeln und den Hirten begleitet. Also äussert sich selbst im innigsten Zwiegespräch der Mutter mit dem Kind nicht nur das „Ich“ der Maria, sondern zugleich ein grösseres „Wir“. Im letzten Vers ist es das „Wir“ der Christenheit. Oder sind es dort wieder die Hirten auf dem Feld? Diese werden nämlich im Satz zuvor aufgefordert: „So singet ihm bei seiner Wiegen aus einem süssen Ton und mit gesamtem Chor dies Lied zur Ruhe vor!“ , worauf dann eben diese Arie folgt. Dies wirkt auf den ersten Blick recht befremdlich: Sind es wirklich die Hirten, die das Wiegenlied singen? Man hat darüber gerätselt und wollte den Satz gar an eine andere Stelle im „Weihnachtsoratorium“ verpflanzen…

5. Ein verkündigendes Wiegenlied
Bedenkt man aber, dass Bach eben durchgängig verkündigen und seine „Zuhörer“ ansprechen will, dass er zudem in den einfältigen Hirten die Vorbilder für die kindlich glaubenden Christen sieht, dann leuchtet auf einmal ein, weshalb so unbekümmert vom Plural der Hirten zum Singular der Maria und wieder zurück zum „Wir“ der Christen gewechselt wird. Wir alle stehen vor der Krippe und singen dem Retter zu!
Noch eine letzte Beobachtung: Selbst wo der Alt anhebt: „Schlafe, mein Liebster“ kann man die Stimme der christlichen Gemeinde mit-hören. Derselbe Alt hat nämlich in Satz 3 vom „liebsten Bräutigam“ gesungen. Das Braut-Bräutigam-Motiv ist jedoch ein bekanntes biblisches Bild für Jesus und die Gemeinschaft der Gläubigen.

Bachs Humor
Lauschen wir noch einige Momente weiter dem Fortgang des Oratoriums, so geniessen wir nach dem Wiegenlied ein strahlendes, musikalisch feinziseliertes „Ehre sei Gott in der Höhe“ der Engel . Danach folgt ein bodenständiges Bass-Rezitativ, in dem die Engel auf fast plumpe Weise gelobt werden: „So recht, ihr Engel, jauchzt und singet“, bevor dann angekündigt wird, dass auch wir Menschen „mit euch einstimmen“. Und darauf erklingt tatsächlich ein schlichter, im Vergleich zum vorigen Engelsgesang fast grobgeschnitzter Choral: „Wir singen dir in deinem Heer (d.h. mit den himmlischen Heerscharen) aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr.“ Schimmert hier nicht feiner Humor durch: Wir Menschen vergleichen unseren hölzernen Gesang mit dem Jubel der Engel?!
Doch bei allem Humor: Der Choral wird nicht lächerlich gemacht. Die Gemeinde hat ja jetzt ein schlichtes, kindlich-glaubendes „Hirtengemüt“ angenommen (die Holzbläser signalisieren es)! Am stärksten berührt aber, dass nun auch die Engelsinstrumente (Geigen) ihre kunstvolle himmlische Musik aufgeben, um in die einfache irdische Melodie einzustimmen.

Himmel und Erde kommen zusammen
Die zentrale Botschaft nicht nur dieser angesprochenen Stellen, sondern des gesamten „Weihnachtsoratoriums“ lautet: Der Himmel kommt zur Erde – wie übrigens auch die herunterfahrenden Blitze der Streicher in den ersten Takten des Werks herniederfahren. Bachs Verkündigung kreist also in immer neuen Bahnen um das Wunder der Menschwerdung Gottes und nimmt den Zuhörer mit. Die wohl innigste Antwort darauf finden wir im Choral (Nr.9): “Ach mein herzliebes Jesulein / mach dir ein rein sanft Bettelein / zu ruhn in meines Herzens Schrein, / dass ich nimmer vergesse dein.“ Durch alle barock-süsse Sprache hindurch kann dies ein tiefes Gebet werden, das uns durch die Weihnachtszeit hindurch begleitet.

Text: Beat Rink

Wie alles begann…

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Jean-Daniel von Lerber organisierte in den vergangenen Jahrzehnten weit über 3000 Konzerte. Er ist Wegbereiter für die christliche Kunst- und Musikszene in der Schweiz. Begonnen hat alles 1977. Als frischgebackener Primarlehrer stellt er ein Konzert mit dem kalifornischen Jesus-Rocker Larry Norman auf die Beine. Rockmusik mit christlichen Inhalten, damals eine scheinbar unmögliche Kombination.

Zwiegespräch an der Krippe

By Tune In, Neuigkeiten No Comments

Manchmal sind gerade die schlichtesten und einfachsten Weihnachtsgeschichten die schönsten. Hier für die Woche zum 3.Advent eine solch schlichte Geschichte.

Ein kleiner Junge besucht um die Weihnachtszeit seinen Großvater. Er schaut zu, wie der Großvater an einer Krippenfigur schnitzt. Einige andere Figuren der Weihnachtsgeschichte stehen schon fertig auf dem Tisch. Der Junge wird müde, legt den Arm auf den Tisch, und zuschauend schläft er ein.
Im Traum werden die Figuren lebendig, und er ist mitten unter ihnen. Er geht mit in den Stall von Bethlehem und schaut das Jesuskind an.
„Ich möchte gern drei Dinge von dir haben“, sagt das Jesuskind.
Und der Junge erwidert eifrig: „Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch mit den bunten Bildern?“ „Nein“, antwortet das Jesuskind, „das brauche ich nicht. Ich möchte von dir etwas anderes haben – schenk mir deinen letzten Deutschaufsatz!“ sagt das Jesuskind leise.
Der Junge erschrickt: „Da hat doch der Lehrer ungenügend drunter geschrieben!“
„Eben deshalb will ich ihn haben. Bringst du mir alles, wo ungenügend drunter steht?“
„Gern“, sagt der Junge. „Und dann möchte ich zweitens von dir deinen Milchbecher!“
„Aber den habe ich doch zerbrochen!“
„Willst du mir immer alles bringen, was in deinem Leben zerbrochen ist?“ fragt das Jesuskind. “Und nun mein dritter Wunsch: Du sollst mir noch die Antwort bringen, die du deiner Mutter gabst, als sie dich nach dem Milchbecher fragte.“
Da weinte der Junge bitterlich und schluchzte: „Da habe ich doch gelogen, er wäre mir herunter gefallen. In Wahrheit habe ich den Becher absichtlich auf den Boden geworfen.“
„Ja, du sollst mir immer alle deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen, damit ich dir helfen und dir vergeben, dich heilen und verändern kann!“
Da wacht der Junge auf und weiss plötzlich, warum Gott Mensch geworden ist und warum Jesus als Heiland geboren wurde: Damit er alles Ungenügende, Zerbrochene und Böse heilen und verwandeln kann.

Text: Anonym

Musicaldarsteller gesucht!

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Wir suchen Männer die eine tolle Stimme haben, schauspielerisches Talent besitzen und etwas Bühnenerfahrung mitbringen (geschulte Stimmen bevorzugt). Trifft das auf dich zu oder kennst du jemand, den das interessieren könnte?

Life on Stage – die evangelistischen Grossveranstaltungen mit Musical und Message – sind die Chance, mehr als 20 000 Menschen von Jesus zu erzählen.

Aufführungen finden im Herbst 2016 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein statt.

Interessiert? Dann melde dich noch heute bei Hanspeter Walther unter 079 454 47 90 oder hanspeter.walther@netzwerkschweiz.ch.

Das Casting findet am 12. und 16. Januar 2016 statt.
(Natürlich sind auch Frauen mit von der Partie, doch nach der ersten Casting Runde sind die Frauen Rollen bereits besetzt. Falls du über die nächste Ausschreibung informiert werden möchtest kannst du dich auch melden.)

Regie führt Beat Müller von der Schauspiel «GmbH»
Weitere Infos hier.